Werner Quicker

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Über mich

Werner QuickerZu meinem musikalischen Berufsbild zählt die Arbeit mit Kinder- Jugend- und Erwachsenenchören, Laieninstrumentalensembles und Berufsmusikern.
Als ich vor zwanzig Jahren mit Notensatz anfing, war das noch zu einer Zeit, als IBM den Einstieg gründlich verschlafen hatte und die professionellen Sequenzer- und Notensatzprogramme von e- magic oder Steinberg für den Atari 1040 oder Mega St geschrieben wurden, sieht man mal von Score ab, das sich in einem unerschwinglichen Preissegment befand.
Im Laufe der Zeit hat sich eine große Menge von Arbeiten angesammelt, die ich hiermit auf meiner Webseite anbieten möchte. Das Übertragen der Dateien vom Atari auf den PC war sehr zeitaufwendig und ist noch lange nicht abgeschlossen. Beim Eröffnen meiner Webseite wollte ich einen Querschnitt durch möglichst viele meiner Tätigkeiten präsentieren. Weiteres wird mit der Zeit dazu kommen.
Viele meiner Stücke sind durch persönliche Erlebnisse und Erfahrungen entstanden. Alles was Sie hier finden ist auch aufgeführt worden. Vor allem im Kinder- und Jugendmusikbereich hat sich viel verändert. Ich habe während meiner Berufszeit gut besetzte Kinder- und Jugendgruppen geführt und so unterschiedliche Werke wie die Oper „Brundibar“ von Hans Krasa oder das Musical „Die Reise nach Jerusalem“ von Hella Heizmann erarbeitet. Leider gibt es bei vielen Kollegen große Vorbehalte, die nicht zuletzt auf großer Unkenntnis beruhen, gegen bestimmte Musikformen. Andere betrachten es als „Anbiederei“, wenn man mit einem Jugendchor einen Chartsong singt. Alles kann zur rechten Zeit und am rechten Ort sehr wohl Sinn machen. Es lassen sich Bibelstellen finden wie in „Turn, Turn, Turn“ von den Byrds aus dem Buch Kohelet. „The Sound of Silent“ von Simon & Garfunkel, „God bless the child“ von Billy Holiday oder „One of Us“ von Joan Osborne beschäftigen sich allgemein mit religiöser Thematik, „Melting Pot“ von Blue Mink mit ethischen Grundwerten u.s.w...
Ein MIDI- File ist für mich nicht ein Werk des Teufels, sondern eine Arbeitshilfe.

Während der zehn Jahre Tätigkeit im evangelischen Kirchenkreis Köln-Süd habe ich viele Kollegen kennen gelernt, die meine Arbeit geprägt und mich unterstützt haben. So unterschiedlich katholische und evangelische Konfession auch sein mögen, unser Bestreben sollte darin liegen, voneinander zu lernen, statt die Unvereinbarkeiten zu pflegen.

Musikalisch besonders interessant finde ich Beispiele stilübergreifender Zusammenarbeit.
Man nennt das auch schon mal „Fusion“. Hierzu möchte ich die „Pavane“ von Gabriel Faure nennen in der Wiedergabe von Brian Auger (erschienen auf der DVD „Super Drumming“) und „Wade in the Water“ in der Auslegung von Ramsey Lewis. In meinen eigenen Stücken verbinde ich häufig klassische Elemente mit solchen aus Blues und Rock, wie in „Jesu meine Freude“ oder der Ensemblemusik zu Weihnachten (hier: Die hl. Drei Könige). Einen großen Raum nehmen auf meiner Seite Transkriptionen ein. Eine saubere Übertragung mit einem gut spielbaren Notenmaterial sind mir dabei das Wichtigste. In den Schlagzeugstimmen bemühe ich mich, wichtige Breaks und Fills deutlich zu machen, das Weitere überlasse ich der Kreativität der Drummer, die das in der Regel besser machen als ich in einem MIDI- File dazu in der Lage bin.
Aktuelle Songs, die ich im Jugendchorbereich einsetze, gehören ebenso dazu wie Übertragungen älterer Stücke, z.B. Raul de Souzas „Sweet Lucy“ (Komponist: George Duke). Es lassen sich natürlich auch eine große Zahl eigener Jazzrockstücke finden.
In meinen klassischen kirchenmusikalischen Sätzen habe ich mich immer wieder mit der Form der Fuge auseinander gesetzt. Diese übte schon immer einen besonderen Reiz auf mich aus. Es geht mir nicht darum, an übermächtige Vorbilder heranzureichen, sondern um die Durchführung eines mich musikalisch ansprechenden Themas, dass ich entweder selbst gefunden habe, wie in der Orgelfuge g-Moll, oder übernommen habe, wie das Thema aus Heinrich Schütz kleinem geistlichen Konzert „Rorate Coeli“.
Es ließe sich noch vieles schreiben, vielleicht auch diskutieren, als Einblick in meine persönlichen Gedanken zu meiner Arbeit möge das zunächst genügen.
Es freut mich, dass Sie sich für mich Zeit genommen haben.

Werner Quicker.


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